Um den Lohn gebracht!

Brandenburg-LIGA 2025-26 „29. Spieltag“

Brandenburger SC Süd 05 – Oranienburger FC Eintracht 1:1 (1:0)

BSC Süd: Zarkua – Klemz, Schrobsdorff, Koussi, Flint (75. Kellermann), Fels – Richter, Tosta Cesario, Raspopov (75. Soliman) – Dethloff, Cinar

OFC: Warmuth – Schönrock, Lakatos, R. Kretschmann, El Bani – Musaitov, F. Schütze –
Seiche (90.+3. T. Kretschmann), Vulu (85. Knaack), Cmajcanin (70. Karolczak) – Boateng

Gelbe Karten: Lakatos,Cmajcanin, (beide OFC)  
Zuschauer: 275 am Sonnabendnachmittag im Werner-Seelenbinder Sportplatz, Brandenburg

Torfolge:  1:0 (32.) Raspopov, 1:1 (77.) El Bani
Schiedsrichter: Nils Böhme (Zossen)

(rl) In die Havelstadt zum BSC Süd 05 führte für den OFC die letzte Auswärtsfahrt der in der kommenden Woche zu Ende gehenden Saison von wo man nach der 1:1 (1:0) Punkteteilung nicht mit leeren Händen heimkehrte. Doch Zufriedenheit herrschte beim OFC nach dem Abpfiff nicht, denn das Team fühlte sich klar benachteiligt und sah sich um den verdienten Lohn gebracht, auch weil der Unparteiische in der Schlussphase ein bereits gegebenes Gästetor von Kwasi Boateng (85.) aus völlig unerklärlichen Gründen wieder zurücknahm. Verständlich war später die entsprechende Laune bei OFC-Trainer Enis Djerlek, der diese Situation als bodenlose Frechheit empfand und das Ende dieser komplizierten Spielzeit regelrecht herbeisehnte. Aber auch so hatten die Gäste ausreichend Gelegenheiten schon vorzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. So scheiterte der aufgerückte Randy Kretschmann (3.) schon nach 180 Sekunden am überragend haltenden BSC-Torhüter Tornike Zarkua, der sich auch im weiteren Verlauf als großer Rückhalt seines Teams erweisen sollte. Der Gastgeber der doch einiges schuldig blieb und phasenweise etwas ideenlos wirkte, profitierte allerdings von einer sehr leichtsinnigen Spielweise der Gäste vor dem eigenen Strafraum. So gelang dem Platzbesitzer nach einer guten halben Stunde die etwas schmeichelhafte Führung, für die Joel Raspopv (32.) mit einem Schuss aus der zweiten Reihe verantwortlich zeichnete. Doch mit diesem Rückstand wollte sich der OFC nach Wiederbeginn nicht abfinden, der nun sehr risikoreicht auftrat und unbedingt dreifach punkten wollte, wie es Enis Djerlek später zusammenfasste. Und es gab gegen einen recht harmlosen Gastgeber eine Vielzahl klarer Möglichkeiten (Boateng, Seiche, F.Schütze, El Bani) für die anrennenden Gäste, die jedoch in Süd-Schlussmann Tornike Zarkua ihren Meister fanden. Hochverdient dann jedoch der Treffer von Jean-Luca El Bani (77.) der in der Schlussphase nach einem Steckpass von Jascha Seiche die Übersicht behielt und zum mehr als verdienten Ausgleich vollendete.

Gefühlter Sieg!

Kreisoberliga OHV/Barnim 2025 / 26 – „29. Spieltag“

SG Blau-Weiß Leegebruch – Oranienburger FC Eintracht II 2:2 (0:0)

Torfolge: 1:0 (56.Strafstoß) Matzat, 2:0 (64.) Kirschkewitz, 2:1 (68.) Meyer, 2:1 (90.+1.) Ali Dieb

Gelb/Rote Karte: Berger (54./ OFC II)
Zuschauer: 86 am Sonnabendmittag auf dem Sportplatz, Leegebruch
Schiedsrichter: Tommy Jäkel (Bernau)

(rl) Beim Schlusslicht der Kreisoberliga der SG Blau-Weiß Leegebruch schien die OFC-Reserve nach einem zwischenzeitlich deutlichen Rückstand schon auf der Verliererstraße, doch mit einer tollen Energieleistung schaffte es das Team in der Schlussphase mit dem 2:2 (0:0) Unentschieden wenigstens noch einen Punkt zu retten. Es war ein irrer Spielverlauf, wo seine personell gebeutelte Mannschaft vor der Pause überhaupt nicht ins Spiel fand, wie es später OFC-Trainer Pascal Schölzke zusammenfasste. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir von Glück reden, dass der deutlich bessere Gastgeber uns am Leben ließ und seine Möglichkeiten nicht nutzte. Dann folgten zu Wiederbeginn fünf fatale Minuten für den OFC, in denen man sich personell durch eine Ampelkarte dezimierte und durch einen völlig unnötigen Strafstoß ins Hintertreffen geriet. Und schließlich folgte kurze Zeit später ein weiterer Nackenschlag als die Platzbesitzer, bei denen als zu laufen schien, die Führung sogar noch ausbauten. Doch Pascal Schölzke zollte seinem Team ein Riesenlob, dass sich nicht aufgab und in der Schlussphase verkürzte. Dabei betonte er, dass er besonders den Hut vor den Seniorenspielern ziehe, die sich Woche für Woche in den Dienst des Vereins stellen, aufopfern und oftmals doppelt spielen, damit der Klassenerhalt geschafft wird. Nach dem Anschlusstreffer schien die Leichtigkeit bei den Hausherren spürbar zu schwinden, die nun Angst bekamen noch etwas zu verlieren. Und tatsächlich gelang den immer an sich glaubenden Gästen in der Nachspielzeit der kaum noch für möglich gehaltene Ausgleich, der einen wahren Freudentaumel im gesamten Team auslöste.
OFC II: Blöck – Berger, Redlich, Hielscher, Klauke (86. Stein), Prußok, Dombert, Toure, Nogha (89. Pat. Schölzke), Meyer, Ali Dieb.